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Traumasensibles Coaching

Aktualisiert: 9. Jan.

Trauma, was ist das eigentlich und was stellt es mit uns an? Nach ICD 10- Katalog ( das ist der Katalog in dem Diagnosen festgelegt sind), wird Trauma definiert als ein Ereignis von außergewöhnlicher Bedrohung, das tiefgreifende Verzweiflung auslösen kann.

Es gibt ein sogenanntes Toleranzfenster, innerhalb dessen wir Ereignisse bewältigen können. Dieses ist individuell und gestaltet sich aus den vorhandenen Ressourcen einer Person. Stress entsteht, wenn wir also keine Ressource haben, um mit einer akuten Belastung klar zu kommen. Geht der Stress über das Toleranzfenster hinaus, kennen wir nur noch Flucht/ Flight und Kampf/ Fight (als Folge der Sympathikusaktivierung, die Amygdala übernimmt). Ist beides nicht möglich, ist Erstarrung/ Freeze (Todstellreflex) oder Niedliches Gucken angesagt, um den "Gegner" vielleicht davon zu überzeugen, dass ich klein und putzig bin und man mir nichts tun darf (Fawn). Wichtig, wir sprechen hier von vermeindlichem Überleben. War es in Vorzeiten der Kampf ums Überleben in Freier Wildbahn, waren diese Mechanismen durchaus erfolgreich. Schließlich hat der Mensch überlebt und sich zum erfolgreichen Überleben qualifiziert. In der kurzen Zeit unserer gesellschaftlichen Entwicklung haben sich allerdings Umstände ergeben, die dieses Verhalten nicht mehr rechtfertigen, uns zu einem großen Problem werden können. Wenn der Computer nicht das tut, was er soll und wir einen Abgabetermin haben, können wir nicht fliehen ohne Konsequenzen davon zu tragen (Prokrastination). Der oder die Vorgesetzte wird nicht in Verzückung fallen. Genauso wenig können wir den Laptop nehmen und ihm/ ihr eins damit über braten. Auch wenn die Vorstellung uns vielleicht noch so befriedigen würde und uns Ruhe bringen würde. Die frohe Botschaft ist, dass wir in der Lage sind unser Gehirn zu programmieren. Nicht von heute auf morgen, denn die Leitungsbahnen sind wie Wege in unserem Leben. Jene, die wir häufig benutzen, werden groß und leicht passierbar. Wie Autobahnen, auf denen viele Autos gleichzeitig sehr schnell vorankommen. Unser Toleranzfenster ist groß, unsere Ressouren vielfach. Auf diesen Wegen müssen wir nicht mehr über jeden kleinen Schritt nachdenken. Wir tun es einfach. Hier laufen (un-) bewusste und automatisierte Handlungen ab. Diese Autobahn kann aber auch fragmentiert sein, das heißt, wir haben gelernt auf diese Auffahrt zu fahren und fahren dann direkt in den Abgrund, weil der Straße ein Teil fehlt. Wir sind handlungsunfähig in einem traumatischen Ereignis gefangen. Und dann gibt es die Möglichkeit neue Wege zu beschreiten. Aus dem Auto auszusteigen und stattdessen die Auffahrt zu verlassen um mitten in die sie umgebende "Wildnis" zu gehen, damit wir nicht in den Abgrund stürzen. Diese Option benötigt zu Beginn all unsere Aufmerksamkeit und teils auch viel Kraft. Mit der Zeit bildet sich aber ein Trampelpfad und wir finden ihn immer häufiger, wo wir ihn zuvor öfter mal wieder aus den Augen verloren haben, oder ihn sogar erneut suchen mussten und im Auto sitzen geblieben sind. Stück für Stück wird der Weg immer ausgetretener und leichter zu finden, auch das Laufen darauf fällt immer leichter. Wir geraten nicht mehr so leicht in Stress, da wir den Weg sicher unter unseren Füßen haben und wissen, wie es geht. Wenn wir weiter auf diesem Weg bleiben, wird er zu einer sicheren Straße. Wir haben gelernt, wie wir dieser Weg sein können und was wir dafür benötigen, um ihn weiter zu festigen und ihn auszubauen.

Falls du dir jetzt denkst, Moment, was hat dieser Weg denn jetzt mit Traumasensiblem Coaching zu tun? Darüber wollte ich doch lesen.. Dieser Weg ist dein Toleranzfenster, dein neuer Weg hinaus aus deinem Trauma. Deine Bewältigungsstrategie und dein fester Boden und Fundament. Es klingt einfach, oder? Das ist es auch. Ich bin gerne deine Begleitung und unterstütze dich, wissend um Trauma, auf deinen neuen Wegen und unterstütze dich dabei alte zu verlassen. Gemeinsam bauen wir deine Ressourcen aus und stärken dich, auf deinem neuen Weg zu bleiben. So wird der Weg des Traumas verlassen und neue stabile Wege in Leichtigkeit begleiten dich in deinem Leben. Wie klingt das für dich? Kontaktiere mich, für deine Fragen. Denn wir alle tragen traumatische Erlebnisse mit uns herum, kleinere, vielleicht auch größere. Kindheitsverletzungen, oder die einer Geburt, die nicht wie geplant abgelaufen ist. Du alleine entscheidest, welchen Weg du gehen willst. Den des Traumas, das dich verzweifelt, klein, ängstlich, hilflos, nutzlos fühlen lässt, oder deinen eigenen Weg in voller Kraft deiner Möglichkeiten? Ich bin da, bringe Mitgefühl und Verständnis mit und reiche dir meine Hand. Sei mutig.

 
 
 

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